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Übersicht Strommarkt in Frankreich (Januar und Februar 2017)

 

Januar 2017

Das kalte Wetter im Januar 2017 führte zu einem starken Anstieg des Stromverbrauchs (+14,3%) gegenüber Januar 2016. Der Stromverbrauch war am 20. Januar mit 94,2 GW am höchsten, was zugleich auch ein Rekordstand seit Februar 2012 war. Die Solarproduktion ist im Vergleich zum Vorjahr mit einem Anstieg von 37,7% deutlich angewachsen. Da die Windverhältnisse jedoch für die Windenergieerzeugung weiterhin ungünstig waren, ist die Windenergie im Vergleich mit Januar 2016 nur um 29% gestiegen. Der Preis im französischen Strommarkt ist seit Februar 2012 auf höchstem Niveau mit 78€/MWh durchschnittlich pro Monat. Die reduzierte Verfügbarkeit von Kernkraftwerken in Frankreich, aber auch in Deutschland, schlechte Windverhältnisse und steigende Gas- und Kohlepreise sind ebenfalls Preisfaktoren.

Februar 2017

Der monatliche Überschuss des französischen Stromhandels, den es  trotz eines Rückgangs der nuklearen und hydroelektrischen Produktion gab, wurde im Februar 2017 exportiert. Der Stromverbrauch sank im Vergleich zu Februar 2016 aufgrund niedrigerer Temperaturen. Wegen des schwankenden Windaufkommens verzeichnete der Februar 2017 sowohl einen punktuellen Spitzenwert der Produktion für die Wind- und Solarsektoren als auch einen monatlichen Rückgang der Windenergieproduktion des Gesamtmonats im Vergleich zum Februar 2016. So übertraf die Leistung der Wind- und Solarsektoren am 27. Februar 2017 erstmals 11,3 GW in Frankreich. Aufgrund der schwankenden Windverhältnisse bleibt die monatliche Stromerzeugung durch Windenergie jedoch auf einem niedrigeren Niveau als im Februar 2016 (-12%), während die Sonnenenergie um 10% anstieg. Auf europäischer Ebene sind die Preise auf dem Elektrizitätsmarkt stetig rückläufig.

Quelle: 

http://www.rte-france.com/fr/article/apercus-electriques-mensuels

https://www.eex.com/en/market-data/power/spot-market/auction#!/2017/03/23.

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